Überschrift

Für die Herstellung der Klinkerfassaden ist es sehr wichtig das der Klinkermaurer die Übersicht behält.  Die verstellbaren Auslegerkonsolen ermöglichen ein wirschaftliches und ergonomisches Arbeiten. 

 

 

Überschrift

Für die Montage der Fensterelemente bedarf es einer 50er Auslegerkonsole. 

 

 

Überschrift

Für die Ausführung des Verblendmauerwerkes ist die 30er Auslegerkonsole erforderlich. Nach Fertigstellung wird die Auslegerkonsole ausgebaut, und die das Gerüst mit einen Innenliegenden Handlauf gesichert.   

 

 

Bau BG, Vorgaben

Fassadengerüste

Icon: Baustein

Gefährdungen

  • Unvollständig aufgebaute Gerüste sowie eigenmächtig vorgenommene Veränderungen am Gerüst können zu Absturzunfällen oder Gerüstumstürzen führen.

Allgemeines

  • Unterschieden werden:
    • Systemgerüste aus vorgefertigten Bauteilen (Regelausführung nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung), Abweichungen von der Regelausführung sind zu beurteilen und ggf. zu berechnen,
    • Stahlrohrkupplungsgerüste (Regelausführung nach DIN 4420-3).
  • Abhängig von den durchzuführenden Arbeiten Lastklasse und Breitenklasse wählen sowie Ständer- und Riegelabstände und Belagstärke festlegen.

Schutzmaßnahmen

Montage

  • Gerüstbau nur unter ständiger Aufsicht einer fachkundigen Person und von fachlich geeigneten Beschäftigten ausführen lassen.
  • Plan für Auf- und Abbau (Montageanweisung) erstellen und auf der Baustelle vorhalten. Die Montageanweisung enthält mindestens:
    • Aufbau- und Verwendungsanleitung des Herstellers/Regelausführung,
    • Ergänzende Detailangaben bei Abweichungen,
    • Festgelegte Maßnahmen zur sicheren Montage, z. B. Montagesicherheitsgeländer (MSG).

ein Fahrgerüst

  • Beschädigte Gerüstbauteile nicht verwenden.
  • Nicht einsatzbereite Gerüste/Bereiche mit Verbotszeichen "Zutritt verboten" kennzeichnen und den Zugang zur Gefahrenzone absperren.

  • Fertiggestellte und geprüfte Gerüste/Bereiche kennzeichnen (Plan für die Verwendung anbringen, z. B. mit PrüfprotokollNummer 1).

Verankerung

  • Bei Gerüsten sind Anordnung (Anzahl und Höchstabstände) und Verankerungsart der Montageanweisung zu entnehmen.
  • Gerüst fortlaufend mit dem Aufbau zug- und druckfest an tragfähigen Bauteilen der Fassade verankern.
  • Verankerungen in der Nähe der Gerüstknotenpunkte anordnen.

ZugängeNummer 2

  • Alle Arbeitsplätze müssen über sichere Zugänge erreichbar sein. Als Zugänge eignen sich Aufzüge, Transportbühnen, Treppen oder Leitern. Alle 50 m Gerüstlänge (Abwicklung) mind. ein Zugang.
  • Treppen als Zugänge einbauen, wenn
    • über den Zugang umfangreiche Materialien transportiert werden,
    • die Aufstiegshöhe im Gerüst mehr als 10 m beträgt
      oder
    • umfangreiche Arbeiten ausgeführt werden.
  • Sind Aufzüge, Transportbühnen oder Treppen aufgrund der baulichen Gegebenheiten oder aufgrund der Gerüstkonstruktion nicht einsetzbar, können Leitern verwendet werden.
    Leitern als Zugänge nur innenliegend einbauen.

Gerüstbelag

  • Jede benutzte Gerüstlage muss voll ausgelegt und über einen sicheren Zugang, z. B. Treppe oder inneren Leitergang, erreichbar sein.
  • Bei umlaufender Einrüstung einer Bauwerksecke den Gerüstbelag in voller Breite um die Ecke herumführen.
  • Bei systemfreien Bohlenbelägen genügend große Überdeckungen im Bereich der Riegel vorsehen.
  • Der Belag darf nicht wippen oder ausweichen (Belagsicherung).
  • An der Innenseite des Gerüstes darf der Abstand zwischen Belag und Bauwerk höchstens 0,30 m betragen.

Seitenschutz

  • Seitenschutz besteht aus Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett und ist an den Außen- und Stirnseiten des Gerüstes zu montieren.
  • An der Innenseite des Gerüstes Seitenschutz montieren, wenn zwischen Belag und Bauwerk der Abstand mehr als 0,30 m beträgt. An der Innenseite darf auf das Bordbrett verzichtet werden, wenn Arbeiten an der Fassade ausgeführt werden.
  • Bei innen liegenden Leitergängen muss der Verkehrsweg auch in nicht benutzten Gerüstlagen mit Seitenschutz gesichert werden.

Benutzung

  • Für die betriebssichere Herstellung und den Abbau ist der Unternehmer der Gerüstbauarbeiten, für die Erhaltung und sichere Verwendung ist der Benutzer verantwortlich.
  • Keine konstruktiven Änderungen am Gerüst vornehmen (z. B. Entfernen von Seitenschutz, Verankerungen, Diagonalen).
  • Gerüste nur nach dem Plan für die Benutzung (Kennzeichnung) verwenden.
    • bei übereinanderliegenden Gerüstfeldern darf nur eine Gerüstlage mit der zulässigen Last belastet werden,
    • Überlastung durch Anhäufung von z. B. Mörtelkübel, Steine, Geräte vermeiden,
    • einen ausreichend breiten freien Durchgang belassen, in der Praxis hat sich eine Mindestbreite von 20 cm bewährt.
  • Für das Absetzen von Lasten mit Hebezeugen ist ein Gerüst ab Lastklasse 4 erforderlich.
  • Montage von zusätzlichen Einrichtungen, wie z. B. Schuttrutschen, Aufzügen, nur in Absprache mit dem Gerüstersteller.
  • Klappen in Duchstiegsbelägen nach dem Durchstieg geschlossen halten.

Treppe an einem Fassadengerüst

Lastklassen der Arbeitsgerüste
Lastklasse Gleichmäßig verteilte Last kN/m2
1 0,75
2 1,50
3 2,00
4 3,00
5 4,50
6 6,00

 

Breitenklasse/Breite w der Gerüstlage in m
W 06 0,6 < w < 0,9
W 09 0,9 < w < 1,2
W 1,2 1,2 < w < 1,5
W 1,5 1,5 < w < 1,8
W 1,8 1,8 < w < 2,1
W 2,1 2,1 < w < 2,4
W 2,4 2,4 < w

Prüfungen

  • Gerüstersteller: Prüfung durch eine "zur Prüfung befähigte Person" nach Fertigstellung und vor Übergabe an den Benutzer, um den ordnungsgemäßen Zustand festzustellen (Nachweis-Prüfprotokoll).
  • Gerüstbenutzer: Inaugenscheinnahme durch eine "fachkundige Person" des jeweiligen Benutzers vor der Verwendung, um die sichere Funktion festzustellen (Nachweis-Checkliste).

07/2017

 

 

Webcode: M1192-50

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Klinkerzentrum Roland Weigel GmbH & Co. KG